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WM in Brasilien: Sinkt die Vorfreude?

WM 2014Je näher die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien rückt, desto weniger Brasilianer unterstützen das Großevent im eigenen Land. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Datafolha sprechen sich nur noch etwa 52 Prozent der Einheimischen für das Fußball-Spektakel aus. Die Vorfreude scheint vor Ort also stark zu sinken, während die Zustimmung zu Protesten gegen die WM 2014 steigt. Portale wie t-online.de geben Besuchern der Weltmeisterschaft daher auch ausführliche Sicherheitstipps an die Hand.

2008 unterstützten noch etwa 79 Prozent der Brasilianer die Weltmeisterschaft im eigenen Land. Mit lediglich 52 Prozent sind es heute gerade einmal knapp über die Hälfte der Einwohner des Landes. Bereits im Jahr 2013 war diese Tendenz abzusehen. Damals lag die Zustimmung für eine Fußball-WM nur noch bei 65 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Zählung der WM-Gegner. Während diese 2008 noch bei zehn Prozent lag, stieg die Zahl über die Jahre bis 26 Prozent im Jahr 2013 und mittlerweile 38 Prozent. Alle übrigen Befragten machten deutlich, dass sie das Thema nicht interessiere oder sie keine abschließende Meinung haben. Im Rahmen der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Datafolha wurden Mitte Februar diesen Jahres etwa 2.600 Menschen befragt. Anschließend haben Experten die Ergebnisse ausgewertet. Datafolha gibt die maximale Fehlerquote mit plus/ minus zwei Prozent an.

Zustimmung zu Protesten steigt

Entsprechend den eindeutigen Tendenzen der brasilianischen Bevölkerung zur Weltmeisterschaft im eigenen Land wurden die Befragten bei den Interviews auch auf ihre Meinung zu den Protesten im Land angesprochen. Während des Confederations Cup gingen in Brasilien etwa eine Million Menschen auf die Straßen, um auf die schlechten Situationen vor Ort aufmerksam zu machen. Laut den aktuellen Umfrageergebnissen von Datafolha unterstützen mittlerweile etwa 52 Prozent der Menschen die Demonstrationen. Während des Confederations Cup im Juni 2013 waren es allerdings noch 81 Prozent.

Ob deshalb während der Weltmeisterschaft ebenfalls mit Protesten zu rechnen ist, ist unklar. Wahrscheinlich werden sich wieder einige tausend Menschen zusammenfinden und gemeinsam Missstände anprangern. Die Weltmeisterschaft wird dadurch aber wahrscheinlich nicht gefährdet sein.

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