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VfL Bochum künftig ohne eigene U23 – Kostengründe geben den Ausschlag

Nachdem DFL und DFB vor rund einem Jahr die Möglichkeit geschaffen haben, dass Vereine aus der ersten und zweiten Bundesliga auf eine zweite Mannschaft verzichten, haben zunächst nur wenige Vereine wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen oder der FSV Frankfurt diesen Schritt gewagt. Zur neuen Saison ist nun aber damit zu rechnen, dass mehrere Klubs nachziehen und künftig ohne Zweitvertretung in der Regional- oder Oberliga an den Start gehen.

Schon dazu entschieden, die zweite Mannschaft abzumelden, hat sich nun der VfL Bochum. Der Revierklub gab bekannt, zur kommenden Saison 2015/2016 keine zweite Mannschaft mehr in der Regionalliga West zu melden. Ein wichtiger Grund für diese Entscheidung sind die Kosten, die durch den Verzicht auf eine U23 als Unterbau eingespart werden. Insgesamt hofft der VfL zur neuen Spielzeit auf eine Ersparnis von rund 1,5 Millionen Euro, wozu neben der Auflösung der U23 auch weitere Punkte wie die Neuverhandlung diverser Dienstleistungsverträge beitragen sollen.

Neben dem Kostenfaktor führte die sportliche Leitung des VfL um Sportvorstand Christian Hochstätter als Grund für die Abschaffung der zweiten Mannschaft aber auch an, dass sich in den letzten Jahren zu wenige Akteure aus der zweiten Mannschaft zu den Profis hocharbeiten konnten. Weil gleichzeitig „die talentiertesten Spieler aus der U19 den direkten Weg zu den Lizenzspielern gegangen sind”, will der VfL generell die Nachwuchsarbeit neu strukturiere mit dem klaren Ziel, die Durchlässigkeit von der U19 in den Lizenzspielerbereich zu erhöhen.

Daran, dass eine neue Organisation der Jugend- bzw. Nachwuchsarbeit alternativlos ist, ließ Hochstätter derweil keinen Zweifel: „Wenn der VfL im Profibereich weiter nach oben will, und das wollen wir, müssen wir die Nachwuchsabteilung noch mehr professionalisieren und umstrukturieren.“ Dabei ist der Verzicht auf die U23 laut Hochstätter nur ein erster Schritt, dem viele weitere folgen sollen.

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