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VfB Stuttgart und Kevin Großkreutz trennen sich

Nur etwas mehr als ein Jahr nach seiner Verpflichtung als Hoffnungsträger ist Kevin Großkreutz schon wieder Geschichte beim VfB Stuttgart. Der Weltmeister, der nach seinem Wechsel von Galatasaray Istanbul zum VfB in der Rückrunde der vergangenen Saison verletzungsbedingt nicht wie erhofft helfen und somit auch den Abstieg nicht vermeiden konnte, gehört nach einer nächtlichen Eskapade ab sofort nicht mehr zum Kader der Schwaben.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz teilten der VfB und Großkreutz mit, dass der eigentlich noch eineinhalb Jahre laufende Vertrag einvernehmlich aufgelöst wurde. Vorausgegangen war in der Nacht von Montag auf Dienstag zu vorgerückter Stunde eine körperliche Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe um Großkreutz und mehrere Nachwuchsspieler des VfB Stuttgart auf der einen sowie einigen Jugendlichen auf der anderen Seite, bei der Großkreutz so schwere Verletzungen im Gesicht und am Hinterkopf erlitt, dass eine Einlieferung ins Krankenhaus unausweichlich wurde.

Insbesondere dass Großkreutz, der eigentlich nach einer Fußprellung an seinem Comeback arbeiten sollte, alles andere als professionell agierte und das auch noch im Beisein von Nachwuchskräften, gab für die Verantwortlichen wohl den Ausschlag für die Entscheidung zur Trennung. „Kevin weiß, dass er großen Mist gebaut hat – vor dem Hintergrund, dass er eine Vorbildfunktion hat: ganz allgemein gegenüber unserem Verein und natürlich insbesondere gegenüber unseren Jugendspielern. Dieser Rolle ist er in diesem Fall leider nicht gerecht geworden“, erklärte Sportvorstand Jan Schindelmeiser auf der PK und kündigte überdies auch Sanktionen für die Jugendspieler an.

Großkreutz selbst verabschiedete sich in einem emotionalen Statement von der Mannschaft sowie den Fans und entschuldigte sich für seinen Fehltritt. Zugleich verkündete der 28-Jährige, sich erst einmal eine Auszeit vom Fußball zu nehmen. Wie lange diese andauern wird, ist völlig offen.

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