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Unruhe bei Erzgebirge Aue – Präsident in der Kritik

Sportlich hat zwar das 1:1 im Aufsteigerduell am Freitagabend bei den Würzburger Kickers einen weiteren Tiefpunkt verhindert, doch nach wie vor steht für den FC Erzgebirge Aue nur der vorletzte Platz zu Buche und darüber hinaus herrscht im Umfeld der Veilchen reichlich Unruhe.

Durch den Punktgewinn in Würzburg ist Trainer Pavel Dotchev für den Moment wieder ein wenig aus der Schusslinie gerückt, in der sich dafür bei der gestrigen Mitgliederversammlung aber Präsident Helge Leonhardt befand. Der starke Mann des FC Erzgebirge musste sich vor allem von Seiten des Fördervereins schwere Vorwürfe gefallen lassen. „Der FC Erzgebirge wird zum Familienbetrieb FC Leonhardt. Das ist Vetternwirtschaft. Steffen Ziffert wurde vom Hof gejagt, es wurde hemmungslos gelogen“, zielte mit Stefan Schubert ein Mitglied des Fördervereins vor allem auf die im Sommer kurz nach geschafftem Aufstieg vollzogene Entlassung von Sportdirektor Ziffert, für die öffentlich bis heute kein wirklich plausibler Grund genannt wurde.

Präsident Leonhardt selbst, der unter anderem auch durch seinen im Aufsichtsrat sitzenden Bruder Uwe Leonhardt Rückendeckung erhielt, konnte derweil durchaus positive Zahlen vermelden. Zwar wurde in der vergangenen Saison ein Minus von 558.000 Euro eingefahren, doch nach dem Abstieg in die 3. Liga einen ausgeglichenen Etat hinzubekommen war eine starke Leistung, zumal ohne die 900.000 Euro Aufstiegsprämie unter dem Strich ein Plus gestanden hätte.

Wie wichtig der Aufstieg war, betonte Leonhardt indes auch noch einmal, indem er vor den Folgen eines möglichem erneuten Absturzes warnte: „Der Abstieg wäre ein Risiko. Die 3. Liga ist eine Pleiteliga. Sportlicher Erfolg bestimmt wirtschaftlichen Erfolg. Wir haben hier im Erzgebirge keinen Abramowitsch oder irgendwelche Scheichs herumlaufen.“

Damit ein solches Szenario nicht eintritt, muss Aue aber zeitnah wieder punkten und am besten noch vor Weihnachten einige Zähler einfahren.

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