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Union Berlin in der Krise – Bleibt Norbert Düwel unumstritten?

Der 2:1-Erfolg des 1. FC Union Berlin am 21. September gegen RB Leipzig hat nicht zur erhofften Trendwende geführt. Drei Partien später haben die Eisernen nach einem 0:1 beim 1. FC Kaiserslautern, einem schmeichelhaften 1:1 gegen den SV Darmstadt 98 und dem heutigen 0:3 beim FC St. Pauli nach wie vor nur sieben Punkte auf dem Konto und drohen am morgigen Sonntag ans Tabellenende abzurutschen, wenn der FSV Frankfurt beim SV Sandhausen gewinnt.

Dass die Saison schwierig werden könnte, haben die Verantwortlichen um Präsident Dirk Zingler zwar durchaus ins Kalkül gezogen, aber dennoch geht mittlerweile rund um die Alte Försterei die Angst vor dem Abstieg um. Energie Cottbus in der vergangenen Saison dient in dieser Hinsicht als warnendes Beispiel. Auch die Lausitzer wurden lange gar nicht als Abstiegskandidat gesehen, ehe es dann plötzlich zu spät war.

Am Millerntor lief heute für Union zwar mit dem frühen Platzverweis für Björn Jopek und dem von Christopher Nöthe zum 1:0 für St. Pauli verwandelten Elfmeter von Anfang an nahezu alles in die falsche Richtung. Coach Düwel kritisierte dabei allerdings die Entscheidung des Schiedsrichters nachvollziehbarerweise als zu hart: „Dass es ein Elfmeter war, ist keine Frage. In dieser Situation war es, wie so häufig in den letzten Wochen, ein individueller Fehler, der dazu führte, dass wir den Dingen hinterherlaufen müssen. Man muss aber neben dem Strafstoß die zusätzliche Rote Karte nicht geben.“

Letztlich zog der Union-Coach ein ernüchterndes Fazit: „Es war klar, dass es mit 10 Mann schwer werden würde, nochmal erfolgreich nach vorne zu kommen. Wir haben versucht, das Spiel durch Konter oder einen Standard vielleicht noch in eine andere Richtung zu bekommen. Das ist uns nicht gelungen.“

Gegen den SV Sandhausen und beim VfR Aalen muss Union nun Ergebnisse liefern, auch um seine eigene Position zu festigen. Denn während der Länderspielpause dürfte sicherlich auch wieder über Düwel diskutiert werden.

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