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TSV 1860 München trennt sich von Sportchef Hinterberger – Zukunft von Trainer Funkel offen

In Anbetracht des Rückstandes von sechs Punkten auf Platz drei benötigt der TSV 1860 München schon eine zumindest kleine Serie, um noch einmal an die Aufstiegsplätze heranschnuppern zu können. Setzt es aber morgen beim SV Sandhausen abermals eine Niederlage, wäre bei entsprechenden Ergebnissen der Konkurrenz das Thema Aufstieg wohl schon wieder erledigt, zumal die Löwen in den bisherigen drei Spielen der Rückrunde auch weit davon entfernt waren, zu überzeugen.

Obwohl rechnerisch die Chance auf den Aufstieg noch besteht, hat nun Sportchef Florian Hinterberger, der im Mai 2011 seinen Dienst angetreten hat, die Konsequenzen des sportlichen Misserfolges zu spüren bekommen. Wie die Sechziger am heutigen Freitag mitteilten, wurde die Zusammenarbeit mit dem 55-Jährigen mit sofortiger Wirkung beendet. „Das Verhältnis zu Florian Hinterberger war stets von Vertrauen und einem guten Austausch geprägt. Gerade bei den zuletzt getätigten Wintertransfers und der Vertragsverlängerung mit Julian Weigl hat sich dies gezeigt. Dennoch werden wir in Zukunft getrennte Wege gehen“, erklärte Präsident Gerhard Mayrhofer die Entscheidung nicht ohne dem scheidenden Sportchef noch ein kleines Lob auszusprechen.

Letztlich ist es Hinterberger aber in den vergangenen Jahren nicht gelungen, eine Mannschaft zusammenzustellen, die den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hätte. Wohl auch deshalb äußerte Hinterberger durchaus Verständnis für die Entscheidung des Klubs: „Die Aufgabe bei Sechzig war immer eine Herzensangelegenheit für mich und hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Ich habe für Sechzig in drei verschiedenen Funktionen arbeiten dürfen, als Spieler, Trainer und als Sportdirektor. Das macht mich auch ein wenig stolz. Mein Ziel, mit 1860 in der Zweiten Liga Platz drei anzugreifen, konnten wir in dieser Zeit allerdings nicht realisieren. Deshalb ist diese Entscheidung für mich zu akzeptieren. Ich wünschen den Löwen für die Zukunft den größtmöglichen Erfolg.“

Während Hinterberger schon am Samstag in Sandhausen nicht mehr auf der Löwen-Bank Platz nehmen wird, ist die Zukunft von Trainer Friedhelm Funkel noch offen. Der Vertrag des 60 Jahre alten Fußball-Lehrers verlängert sich nur im Falle des Aufstieges automatisch, doch auch wenn dieses Ziel verfehlt wird, scheint eine weitere Zusammenarbeit nicht ausgeschlossen. Funkel bestätigte nun erste Gespräche in dieser Hinsicht, betonte aber auch, dass es noch eine Reihe von Dingen zu klären gibt und die Gespräche über einen möglichen Verbleib auch in Liga zwei noch ganz am Anfang stehen.

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