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TSG 1899 Hoffenheim: Tim Wiese fängt im Abseits

Hoffenheim

Hoffenheim und Torhüter Tim Wiese (flickr.com / assillo)

Er war Nationaltorhüter, er kam als Leistungsträger nach Hoffenheim. Doch inzwischen ist klar: Tim Wiese fängt bei der TSG nur noch im Abseits. Er wurde gnadenlos aussortiert, bekommt auf eigenen Wunsch Einzeltraining und sitzt bei den Spielen auf der Tribüne.

Seinen letzten Einsatz auf dem Rasen hatte er im vergangenen Januar. Verdammt lang her! Das Problem von Tim Wiese: Er hat einen langfristigen Vertrag bis 2016 unterschrieben. Den will er offenbar aussitzen. Aus gutem Grund, denn sein Jahresgehalt soll bei 3,5 Millionen Euro liegen.

Angebote aus dem Ausland hat er wahrscheinlich auch deshalb abgelehnt. „Das kommt für mich nicht infrage. Darauf habe ich keine Lust“, sagte der 31-Jährige der „Sport-Bild“.

Möglichkeiten außerhalb der TSG

Die Situation ist für alle Beteiligten schwierig und verfahren. Der neue Klubchef Peter Rettig sagt: „Wir halten die Verträge natürlich ein.“ Er deutete aber auch an, dass er mit Tim Wiese erörtern will, „welche Möglichkeiten es außerhalb der TSG geben könnte“. Er möchte in den nächsten Monaten Lösungen finden und den inaktiven Top-Verdiener loswerden.

Aus Sicht von Trainer Markus Gisdol läuft es auch ohne Tim Wiese prima. Er peilte vor der Saison eine sorgenfreie Spielzeit an. Mit Platz zehn nach acht Spieltagen liegt man auf Kurs.

Als Abstiegskandidat wird die TSG 1899 Hoffenheim nicht gehandelt. Das zeigt sich auch bei einem Blick auf die Quoten des Buchmachers Bwin mit Sportwetten Tipps: Sollte Hoffenheim am Ende der Saison auf einem Abstiegsplatz landen, so gäbe es dafür eine Quote von 17,00 für Eins. Acht Mannschaften sind schlechter bewertet.

Ausgeglichene Bilanz

Der Blick nach oben stellt sich aber genauso dar. Die ersten vier Ränge sind für die TSG weit weg. Hier gäbe es eine Quote von 25,00. Unter diesem Blickwinkel werden neun Bundesliga-Mannschaften stärker eingeschätzt.

Das bedeutet im Klartext: Sehr wahrscheinlich werden die Hoffenheimer irgendwo im Mittelfeld landen. Eine solche Platzierung ginge nach der sportlichen Krise der Vorsaison auch voll in Ordnung. Markus Gisdol hat sich Stabilität auf die Fahnen geschrieben. Diese Stabilität konnte er bislang auch erreichen. Die Bilanz könnte mit zwei Siegen, vier Unentschieden und zwei Niederlagen sowie 20:20 Toren kaum ausgeglichener sein.

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