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SV Sandhausen hadert mit dem Schiedsrichter – Präsident wittert Betrug

Eigentlich kann der SV Sandhausen mit dem bisherigen Verlauf des neuen Jahres rundum zufrieden sein. Von den sieben Spielen nach der Winterpause haben die Kurpfälzer nur eines verloren und sich dadurch schon ein ordentliches Polster von acht Punkten auf die Abstiegszone verschafft.

Weil es am Freitagabend nach dem Spiel beim FSV Frankfurt (1:1) durchaus auch zehn Zähler Abstand auf Rang 16 hätten sein können, hielt sich de Zufriedenheit beim SVS mit dem Remis in Frankfurt in Grenzen. Und das aus gutem Grund, denn nach der Führung durch Aziz Bouhaddouz in Minute 22 sah Sandhausen lange wie der sichere Sieger aus, ehe Frankfurts Vincenzo Grifo im Strafraum zu einer Schwalbe abhob und seinem Team damit einen Elfmeter bescherte, den Edmond Kapllani zum Endstand verwandelte.

Schiedsrichter Markus Wingenbach fiel schon mit dieser Entscheidung in Ungnade, erst recht aber, als er bei der letzten Aktion des Spiels nicht in seine Pfeife blies, als auf der anderen Seite der einköpfbereite Lukas Kübler zwei Meter vor dem gegnerischen Tor  regelwidrig gestoßen wurde. Während sich Trainer Alois Schwartz nach dem Spiel trotz der beiden gravierenden Fehlentscheidungen zuungunsten seiner Mannschaft moderat äußerte und ein Stück weit auch Selbstkritik übte, weil die vorhandenen Konterchancen zum 2:0 nicht genutzt wurden, hatte sich Präsident Jürgen Machmeier auch am Sonntag noch nicht beruhigt.

Machmeier, bekannt als Mann der klaren Worte, hatte schon am Freitagabend von einer absichtlichen Benachteiligung gesprochen und behielt diese Meinung nun gegenüber „Bild“ bei: „Ich bleibe dabei, dass der Schiedsrichter absichtlich gegen uns gepfiffen hat. Ich habe mir das noch mal auf den Fernsehbildern angesehen. Er hat bei allen Szenen klare Sicht gehabt. Das muss erhebliche Konsequenzen für ihn haben.“

Konkret fordert Machmeier sogar eine Sperre für Wingenbach: „Wenn Trainer und Spieler schlecht sind, werden sie entlassen oder nicht mehr eingesetzt. Das muss für Schiedsrichter in diesem Fall auch gelten…“, so der SVS-Präsident, der sich nun aber wohl erst einmal auf ein Verfahren durch das Sportgericht des DFB gegen ihn einstellen muss.

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