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SC Paderborn: Trainer Markus Gellhaus wackelt schon

Nach dem einjährigen Bundesliga-Abenteuer gab es zwar nicht wenige Warner, die dem SC Paderborn eine schwere Saison in der zweiten Liga prophezeiten, doch dass nach sechs Spieltagen lediglich drei Punkte auf dem Konto stehen würden, haben dann doch selbst die größten Pessimisten nicht vorausgesagt.

Vor dem Krisengipfel am Samstag gegen den Karlsruher SC, der mit 0:9-Toren aus den letzten beiden Spielen im Gepäck anreist, wächst deshalb der Druck auf den erst im Juni als Nachfolger des zum FC Schalke 04 gewechselten Andre Breitenreiter verpflichteten Trainer Markus Gellhaus.

Nachdem Manager Michael Born nach der 0:2-Pleite in der vergangenen Woche bei RB Leipzig eine Trainerdiskussion noch abgelehnt hatte, gab es nun von Präsident Wilfried Finke im „Westfalen Blatt“ eine klare Ansage in Richtung Coach: „Markus Gellhaus ist ein moralisch einwandfreier Mitarbeiter mit einer hohen Akribie und Fachkompetenz, aber es wäre unverantwortlich, ihm eine Jobgarantie zu geben. Das kann ich mir in meinem Unternehmen nicht leisten und auch nicht beim SC Paderborn. Wenn der Erfolg ausbleibt, greifen in diesem Geschäft die Mechanismen.“

Gellhaus, der aufgrund von vier späten Neuzugängen erst seit Ende August mit einem kompletten Kader arbeiten kann, nimmt das Ultimatum seines Präsidenten in „Bild“ gelassen: „Normal, dass der Präsident diese Forderung stellt. Noch spüre ich von allen das Vertrauen. Doch im Leistungssport zählen eben nur Erfolge.“

Aufgrund der anschließenden englischen Woche ist zwar nicht zu erwarten, dass eine Pleite gegen den KSC Gellhaus sofort den Job kosten würde, doch wird anschließend bei der SpVgg Greuther Fürth und gegen den FC St. Pauli auch nicht gepunktet, wäre es keine Überraschung, würde Finke die Reissleine ziehen.

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