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Rettig beerbt Meggle als Sportchef des FC St. Pauli

Gegen den 1. FC Nürnberg hat der FC St. Pauli am Montagabend mit einem 1:1 zwar den Negativlauf von vier Niederlagen in Folge beenden können, doch um durchatmen zu können, war dieser Teilerfolg zu wenig. Noch immer bilden die Kiez-Kicker das Schlusslicht der 2. Bundesliga und drohen sogar vorzeitig den Anschluss zu verlieren.

Nicht ungewöhnlich ist es, dass in solch einer Situation personelle Veränderungen vollzogen werden und in der Regel trifft es dann den Trainer als schwächstes Glied. Anders auf St. Pauli, wo nun nicht Coach Ewald Lienen seinen Hut nehmen musste, sondern am Tag dem Remis gegen Nürnberg Sportchef Thomas Meggle freigestellt wurde. Dem einstigen Mittelfeldregisseur ist vor allem eine schlechte Transferpolitik zum Verhängnis geworden und wohl auch, dass Trainer Lienen damit schon frühzeitig nicht einverstanden war und intern gewarnt hat, mit dem vorhandenen Kader Probleme bekommen zu können.

Während Lienen also weiter die Möglichkeit besitzt, St. Pauli aus dem Tabellenkeller zu befreien, fungiert ab sofort der kaufmännische Geschäftsleiter Andreas Rettig auch als neuer Sportchef, allerdings nur übergangsweise bis zum Ende dieser Saison: „Wir haben Andreas gebeten, diese Aufgabe zusätzlich zu übernehmen. Es war für uns die naheliegendste Lösung, sowohl aus wirtschaftlicher wie auch aus sportlicher Perspektive, hat Andreas doch auf seinen vorherigen Club-Stationen unter Beweis gestellt, dass er als Sportchef erfolgreich arbeiten kann“, begründete Präsident Oke Göttlich die Entscheidung für Rettig anstatt nach einem externen Meggle-Nachfolger zu suchen.

Externe Verstärkung erhält der FC St. Pauli aber dennoch, denn wie der Verein weiter mitteilte, wurde Olaf Janßen als zusätzlicher Co-Trainer verpflichtet. Der 50-Jährige feierte in dieser Saison als Interimscoach des VfB Stuttgart in zwei Spielen zwei Siege und arbeitete zuletzt wieder im Scoutingbereich der Schwaben.

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