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RB Leipzig findet in die Spur – Stefan Ilsanker sorgt für Ärger

Die vergangenen Tagen waren für Stefan Ilsanker ein Wechselbad der Gefühle. Am Dienstag durfte der Mittelfeldspieler nach dem 4:1-Sieg in Schweden die erstmalige Qualifikation der österreichischen Nationalmannschaft für ein großes Turnier seit der WM 1998 feiern, doch am gestrigen Freitag blieb Ilsanker auch deshalb nur ein Platz auf der Tribüne, als seine Kollegen von RB Leipzig den SC Paderborn mit 2:0 besiegten.

Der Grund für den doch überraschenden Tribünenplatz Ilsankers wurde indes noch am Freitagabend bekannt. So hatte der 26-Jährige nach der Feier in Stockholm verschlafen und dadurch den Flieger nach Deutschland verpasst, in dem seine Vereinskollegen Emil Forsberg und Marcel Sabitzer wie vereinbart saßen. Folglich kam Ilsanker zu spät zurück nach Leipzig und verpasste die anstehende Trainingseinheit, woraufhin Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick durchgriff und seinen Sechser aus dem Kader strich. Warum Ilsanker nicht rechtzeitig den Flieger erreichte und ob er möglicherweise etwas zu lange gefeiert hat, war Rangnick indes egal: „Die Gründe spielen keine Rolle. Stefan war im Gegensatz zu den anderen beiden nicht an Bord – deshalb war er auch heute nicht an Bord.“

Dass sein Schützling gar nicht erst versuchte, die Schuld auf andere abzuwälzen, sondern die Verspätung sofort auf seine Kappe nahm, registrierte Rangnick indes wohlwollend: „Ich finde es gut, dass Stefan die Courage hatte, zu sagen, dass er Scheiße gebaut hat. Weil er genau das getan hat.“

Weil Leipzig ohne ihn gewonnen und einer der besten Saisonleistungen abgeliefert hat, könnte seine Schlafmützigkeit Ilsankers erst einmal auch seinen Stammplatz gekostet haben. Denn Gründe für große Umstellungen an seiner gegen Paderborn überzeugenden Elf hat Rangnick nicht. Auch nicht auf Ilsankers Position im zentralen Mittelfeld, wo der Konkurrenzkampf ohnehin enorm ist.

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