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Profifußball und Poker schließen sich nicht aus

Poker

Rene Schnitzler absolvierte 33 Spiele in der 2. Liga und spielte in seiner Freizeit Poker

Nicht lange ist es her, da erschütterte der deutsche Wettskandal den treuen Fan bis ins tiefste Mark. Profifußballer ließen sich mit Wettpaten ein, verschoben ihre Spiele und kassierten dafür Unsummen an Geld, die gleich wieder in den verheerenden Strudel des Glücksspiels verschwanden. Eine Hauptfigur in diesem modernem Drama war Rene Schnitzler, ehemaliger Profi des etablierten Zweitliga-Vereins FC St. Pauli. Er verzockte tausende von Euros in den Wettbüros Hamburgs, verspielte sein Geld an den Pokertischen der Hansestadt. Der Schock und die Empörung am Millerntor und in ganz Fußball-Deutschland waren riesig, aber wurden auch die richtigen Lehren gezogen aus diesem Skandal? Ein Rückblick.

Wie kam es dazu?

Rene Schnitzler sagt von sich aus, er sei bereits seit dem 18. Lebensjahr spielsüchtig gewesen. Doch wie kam es zu dieser tragischen Entwicklung in der noch so jungen Fußballerkarriere? Der Druck und die Erwartungshaltungen im knallharten Profi-Geschäft sind immens. Viele angehende und gestandene Profis suchen daher einen Ausgleich, ja ein Ventil, das ihnen diesen Druck nimmt. Dieses Ventil ist all zu oft das verantwortungslose Glücksspiel. Wettbüros und Casinos werden so zur zweiten Heimat neben dem Fußballplatz. Ob dies der Grund für Schnitzlers Absturz war, weiß wohl nur er selbst. Denn neben diesen Gründen gibt es noch viele weitere, die nicht nur Profi-Fußballer betreffen: familiäre Probleme, die eigene Übereinschätzung oder die Sehnsucht nach Anerkennung.

Schnitzler kein Einzelfall

Medien berichteten monatelang über Wettskandale, in denen Profis verwickelt waren. Neben Schnitzler sind hier vor allem Marcel Schuon und Thomas Cichon, beides erfahrene Zweit- und Drittligaspieler, zu erwähnen. Die Akte Schnitzler ist also kein Einzelfall. Diese Berichterstattungen liefen alle mit einem negativen Unterton durch die Medien. Und schnell kam es dazu, dass auch Pokerspieler gleichgesetzt wurden mit verbrecherischen Wettpaten. Dem gilt es energisch entgegenzutreten. Hier muss der Bogen gespannt werden – vom professionellen Pokerspieler zum Profifußballer. Beide verinnerlichen Eigenschaften, die dem jeweils anderem nur nutzen.

Was Pokerspieler von Fußballern lernen – und anders herum

Wille, Ehrgeiz und Aggressivität sind alles Eigenschaften, die primär fähigen Fußballern zugeschrieben werden. Doch auch Pokerspieler sollten sich diese Attribute zu Herzen nehmen. Sie sollten aggressiv spielen, wenn es nötig ist und den Ehrgeiz entwickeln, aus ihren Fehlern zu lernen. Hierzu gibt es diverse Internetseiten wie die beste Seite von 888 Poker-Plattform. Aber auch die Geduld eines Pokerspielers kann für den Fußballprofi von Vorteil sein, wie beim Warten auf Torchancen. Fähigkeiten von Pokerspielern wie den „Gegner lesen“ sind auch wichtig für Profifußballer, beispielsweise in Zweikampfsituationen.

Der Pokerspieler kann viel vom Profifußballer lernen, aber es geht auch ebenso andersherum.

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