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Paukenschlag beim 1. FC Nürnberg – Raphael Schäfer ausgebootet!

Als wäre die Unruhe beim 1. FC Nürnberg nach fünf Niederlagen an den ersten sieben Spieltagen und einen Tag vor der weichenstellenden Mitgliederversammlung, auf der fünf von neun Aufsichtsräten neu gewählt werden, nicht schon groß genug, sorgen die Verantwortlichen vor der heutigen Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern noch für zusätzlichen Zündstoff.

Denn wie am Sonntagabend durchsickerte, ist der langjährige Stammtorhüter Raphael Schäfer ab sofort nur noch die Nummer drei. Der 35-Jährige, der von Trainer Valerien Ismael schon nicht mehr als Kapitän bestätigt wurde, fehlt heute gegen Kaiserslautern trotz vorhandener Fitness im Aufgebot und wird folglich nicht einmal auf der Bank sitzen. Im Tor steht Patrick Rakovsky, der im Sommer den Zweikampf mit Schäfer noch verloren hatte, aber als Schlussmann der Zukunft gilt. Auf der Bank Platz nehmen wird der von Hannover 96 ausgeliehene Samuel Radlinger.

Sportvorstand Martin Bader bestätigte im „Kicker“, dass die Entscheidungen entsprechend gefallen sind und lieferte auch die Gründe nach: „Der Trainer ist am nächsten dran am Kader, er weiß am besten, von welcher Konstellation er sich den größtmöglichen Erfolg verspricht, und er hat sich für Rakovsky im Tor und Radlinger auf der Bank entschieden. Entscheidend wird sein, dass wir am Montag vom ersten bis zum 18. Spieler eine Mannschaft haben, die sich auch nach Rückschlägen gegenseitig emotional so pusht, dass sie noch einmal zurückkommen kann.“

Dass das Verhältnis zwischen Schäfer und Ismael angepannt sein soll, wurde von offizieller Seite nicht kommentiert, doch deutet einiges darauf hin. Klar ist allerdings auch, dass Ismael mit dieser Entscheidung ein weiteres Risiko eingeht, dass zum Bumerang werden könnte, wenn Nürnberg gegen Kaiserslautern nicht gewinnt und Rakovsky ähnlich daneben greift wie bei seinem letzten Heimspiel. Als Vertreter des verletzten Schäfer stand Rakovsky am vierten Spieltag gegen den FSV Frankfurt im Tor und verschuldete das Gegentor zum 0:1-Endstand.

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