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Neuer Machtkampf beim 1. FC Kaiserslautern

Das Derby gegen den SV Sandhausen hat der 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend klar mit 3:0 für sich entschieden und damit nun aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt, mit denen man sich ein ordentliches Polster zu den Abstiegsplätzen aufbauen konnte. Der Sieg der Mannschaft von Trainer Norbert Meier rückte allerdings nach dem Abpfiff schnell in den Hintergrund und es wurde nur noch über einen erneuten Machtkampf auf der Führungsebene diskutiert.

So sickerte durch, dass der Aufsichtsrat de facto eine Entmachtung von Sportdirektor Uwe Stöver angedacht haben soll, indem das bisherige Aufsichtsratsmitglied Mathias Abel zum Sportvorstand ernannt wird. „Ich bin gestern vom Aufsichtsratsvorsitzenden informiert worden, dass  sie planen oder geplant haben, einen Sportvorstand zu installieren“, bestätigte Stöver gegenüber der „Rheinpfalz“ von den Planspielen in Kenntnis gesetzt worden zu sein.

Allerdings haben sich diese Überlegungen wohl schon wieder erledigt, denn Abel erklärte, nicht Sportvorstand zu werden und auch, dass kein anderer zum dritten Vorstand neben Thomas Gries und Michael Klatt berufen werde. Das bestätigte letztlich auch der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff, der aber Änderungen für die Zukunft auch nicht ausschließen wollte: „Es gibt keinen Beschluss, wir arbeiten weiter mit zwei Vorständen und haben vollstes Vertrauen zu Uwe Stöver. Aber wir überlegen natürlich immer, wie wir uns besser aufstellen können – sportlich wie wirtschaftlich.“

Aus sportlicher Sicht freilich scheinen tiefgreifende Änderungen die Strukturen betreffend derzeit freilich nicht nötig. Nicht ohne Grund hob Trainer Norbert Meier angesprochen auf die Überlegungen im Aufsichtsrat die gute Zusammenarbeit mit Stöver hervor, die schon nach kurzer Zeit von großem Vertrauen geprägt sei. Man darf auf jeden Fall gespannt sein, wie es weitergeht. Es wäre nicht das erste Mal, würde beim FCK eine eigentlich positive Entwicklung durch Dinge abseits des Rasens überlagert.

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