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Michael Frontzeck beim FC St. Pauli entlassen – Spekulationen um Holger Stanislawski

Der FC St. Pauli hat für die Überraschung des heutigen Mittwochs gesorgt. War die Entlassung von Rudi Bommer beim FC Energie Cottbus und die Entscheidung für Stephan Schmidt als Nachfolger mehr oder weniger erwartet worden, so kam die Trennung des Kiez-Klubs von Trainer Michael Frontzeck völlig unerwartet.

Der Grund dafür war indes auch nicht das trotz der 1:4-Niederlage am Wochenende beim 1. FC Kaiserslautern durchaus ordentliche Abschneiden, sondern vielmehr die Uneinigkeit über die Verlängerung der nur noch bis Ende der Saison datierten Zusammenarbeit. Frontzeck, der St. Pauli im Oktober 2012 in schwieriger Lage übernommen und zum Klassenerhalt geführt hatte, wollte nicht bis zum Winter mit den Vertragsgesprächen warten, sondern forderte offenbar am Dienstagabend die schnelle Verlängerung um zwei Jahre, was vom Verein aber abgelehnt wurde. Weil Frontzeck damit nicht einverstanden war und keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit gemacht haben soll, entschloss sich der Klub zur Beurlaubung des ehemaligen Nationalspielers: „Wir haben einen Fahrplan vorgegeben, der Gespräche im Winter vorsah. Diesen hat Michael Frontzeck nicht akzeptiert. Wir wollten die Entwicklung der neuformierten Mannschaft abwarten und anschließend die Gespräche mit dem gesamten Trainerteam über den weiteren Weg führen. Unsere gegebenen Signale waren durchweg positiv. Daher haben uns Reaktion und Vorgehen von Michael Frontzeck sehr überrascht. Mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben und die nun beginnende Kaderplanung für die neue Saison sehen wir keine Grundlage mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und haben uns zu dem Schritt entschlossen“, begründete Sportdirektor Rachid Azzouzi die doch überraschende Maßnahme.

Frontzeck, als dessen Nachfolger nun über den ehemaligen St. Pauli-Coach Holger Stanislawski spekuliert wird, rechtfertigte dagegen in „Bild“ sein Vorgehen: „Nach 14 Monaten enger Zusammenarbeit sollte ein Verein in der Lage sein, eine Entscheidung zu treffen. Das hat wenig mit Druck zu tun. Ich habe gesagt, dass sich in diesem fantastischen Klub alles positiv entwickelt: Mannschaft, Stadion, Trainingsgelände. Das einzige, was kurzfristig gesehen wird, ist die Trainerfrage. Und dann habe ich gesagt, dass ich nicht bis zum Winter warte.“

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