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Keine Trainerdiskussion beim Karlsruher SC

Zweifellos hatte man sich beim Karlsruher SC den Start in die Saison anders vorgestellt. Nach zwölf Spieltagen dümpeln die Badener im unteren Mittelfeld der Tabelle herum und haben mit ihren elf Punkten lediglich einen Zähler Vorsprung auf Relegationsplatz 16.

Nicht wirklich überraschend ist deshalb die wachsende Unruhe im Umfeld, zumal zuletzt gegen den VfB Stuttgart und beim 1. FC Heidenheim zwei Derbys in Folge verloren wurden. Ziel der Kritik von immer mehr Fans ist der erst im Sommer als Nachfolger des jahrelangen Erfolgstrainers Markus Kauczinski gekommene Coach Tomas Oral, der es bisher nicht geschafft hat, eine funktionierende Mannschaft zu finden. Insbesondere im Spiel nach vorne hakt es, was sich anhand von nur neun erzielten Toren unschwer mit Zahlen belegen lässt.

Nichtsdestotrotz ist Sportdirektor Jens Todt erstaunt über die Schärfe der Kritik an Oral: „Ich bin überrascht und enttäuscht, dass ein Teil der Fans Tomas so schnell so stark kritisiert hat. Wer seine tägliche Arbeit erlebt, weiß, dass er Gas gibt“, so Todt in „Bild“.

Für Todt, der zuletzt immer wieder mit dem Hamburger SV in Verbindung gebracht wurde und seinen auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert hat, ist es allerdings überhaupt kein Thema, an einen Trainerwechsel zu denken: „Wir sind nach wie vor fest von ihm überzeugt. Er macht gute Arbeit, identifiziert sich voll mit dem Verein. Es gibt für uns keinen Grund, irgendwelche Diskussionen anzuzetteln.“

Vielmehr ist der Ex-Profi sicher, in der vorhandenen personellen Konstellation die Wende zu schaffen: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Kurve kriegen.“ Sollte nach der Länderspielpause gegen den SV Sandhausen aber auch das dritte Derby in Folge in den Sand gesetzt werden, wird sich Todt wohl abermals mit öffentlicher Kritik am Trainer beschäftigen müssen.

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