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Kaiserslautern will zurück in die Bundesliga

Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern befürchteten nicht wenige Beobachter im Umfeld des Traditionsklubs eine Schlammschlacht, die letztlich aber ausgeblieben ist. Generell ging es relativ ruhig zu, was sicherlich auch der Tatsache zu verdanken war, dass die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut nach einem Fehlstart zuletzt dreimal in Folge gewonnen hat und sich so zumindest ins Mittelfeld der 2. Bundesliga vorarbeiten konnte.

Die zweite Liga und diese Tabellenregion ist allerdings auf Dauer sicherlich nicht das, was man in Kaiserslautern möchte, wie Aufsichtsratsboss Dr. Nikolai Riesenkampff vor knapp 1.000 Mitgliedern betonte: „Es kann nur das Ziel sein, in die Bundesliga aufzusteigen und sich dort langfristig zu etablieren“, so Riesenkampff, der dabei sicherlich auch die alles andere als rosige Finanzlage des Vereins im Blick hat.

Wegen des sportlichen Misserfolgs in den letzten Jahren sanken die TV-Einnahmen und weil immer weniger Zuschauer auf den Betzenberg kommen, gingen auch die Ticketing-Einnahmen zurück. Ein Minus von 2,64 Millionen Euro war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 die logische Folge und auch für die laufende Saison ist wieder ein Verlust von rund zwei Millionen Euro einkalkuliert.

„Wir müssen den Gürtel deutlich enger schnallen. Aber das wird nicht reichen“, erklärte derweil Finanzvorstand Michael Klatt nicht zum ersten Mal und betonte mit den vorhandenen Kosten etwa durch das Stadion „in der 2. Liga nicht überlebensfähig“ zu sein. Klatt hatte deshalb schon vergangene Woche in der „Rheinpfalz“ durchklingen lassen, dass höherklassiger Fußball, sprich die Bundesliga, in Kaiserslautern nur dann möglich sein wird, wenn externe Geldgeber gefunden werden. Bislang ist aber ein strategischer Partner dieser Art noch nicht in Sicht und dass damit Erfolg auch nicht garantiert wäre, zeigt das Beispiel TSV 1860 München.

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