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Janos Radoki muss um seine Zukunft in Fürth bangen

Nach den beiden 2:1-Siegen gegen Arminia Bielefeld und beim Karlsruher SC im Anschluss an die Trennung von Trainer Stefan Ruthenbeck hat die SpVgg Greuther Fürth nun erstmals unter Interimscoach Janos Radoki verloren. Ausgerechnet gegen Schlusslicht FC St. Pauli kassierte das Kleeblatt eine bittere 0:2-Niederlage, bei der vor allem auch die Art und Weise Fragen aufwarf.

Radoki nahm bei seiner Analyse kein Blatt vor den Mund und zeigte sich in seinem offiziellen Statement auf der Homepage der SpVgg spürbar enttäuscht: „Mein Trainerkollege hat von Leidenschaft und Intensität in den Zweikämpfen gesprochen, die waren heute nur bei St. Pauli erkennbar. Das ist die Basis in der Zweiten Bundesliga. Deshalb kommt das Ergebnis zu Stande. Ich habe heute zum ersten Mal das Gesicht der Mannschaft erkannt, die zwei Spiele gut macht und dann eines schlecht. Das ist schade.“

Gleichzeitig warf Radoki im „Kicker“ die Frage nach der Qualität des Kaders auf, was man innerhalb der Mannschaft freilich nicht sonderlich positiv aufnehmen dürfte. Sportdirektor Ramazan Yildirim hat indes schon in den letzten Wochen immer wieder anklingen lassen, in der Winterpause nachjustieren zu wollen und damit zumindest zwischen den Zeilen Versäumnisse in Sachen Personalplanung eingeräumt.

Eine vielleicht noch wichtigere Entscheidung in Fürth steht indes hinsichtlich der Trainerfrage an. Bei seiner Installation als Interimschef war klar, dass Radoki zunächst nur bis zum Winter in der ersten Reihe bleiben und dann neu entschieden werden soll. Die Partie am Freitag beim 1. FC Union Berlin dürfte nun auch für den 44 Jahre alten Fußball-Lehrer von enormer Bedeutung sein. Präsentiert sich die SpVgg an der Alten Försterei ähnlich leblos wie gegen St. Pauli dürften Radokis Chancen auf eine Ernennung zum dauerhaften Cheftrainer nicht die besten sein.

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