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Hannover 96: Salif Sane verärgert Trainer Stendel

Im fünften Pflichtspiel der Saison hat es Hannover 96 zum ersten Mal erwischt. Nachdem an den ersten beiden Spieltagen die Ergebnisse beim 1. FC Kaiserslautern (4:0) und gegen die SpVgg Greuther Fürth (3:1) etwas trügerisch waren, hatte der Bundesliga-Absteiger schon im DFB-Pokal bei Kickers Offenbach (3:2 n.V.) und beim VfL Bochum (1:1) seine Probleme, konnte aber auch dank Salif Sane der in Offenbach in der letzten Minute der Verlängerung zum Sieg und in Bochum zum Ausgleich traf, eine Niederlage zweimal verhindern.

Gegen Dynamo Dresden gelang dies am gestrigen Sonntag auch wegen Sane nicht. Zwar lagen die Niedersachsen durch zwei Traumtore von Marvin Stefaniak und Florian Ballas schon mit 0:2 zurück, als sich der Senegalese gegen Stefan Kutschke gleich zwei Tätlichkeiten erlaubte und folgerichtig mit Rot vom Platz gestellt wurde, doch vollzählig wären die Hannoveraner Chancen auf eine Aufholjagd sicherlich aussichtsreicher gewesen.

So aber hat Trainer Daniel Stendel nun nicht nur die erste Niederlage aufzuarbeiten, sondern muss mit Stefan Strandberg den norwegischen Neueinkauf der vergangenen Woche, der gegen Dresden nach nur drei Trainingseinheiten mit der Mannschaft noch nicht zum Kader gehörte, am kommenden Wochenende als Sane-Ersatz ins kalte Wasser werfen.

Letzteres sollte zwar aufgrund der Erfahrung des Innenverteidigers kein Problem sein, aber dennoch war Stendel wegen Sanes Disziplinlosigkeit, die eine Sperre von mehreren Wochen zur Folge haben könnte, mächtig angefressen. Zumindest zwischen den Zeilen kündigte der 96-Coach in „Bild“ auch schon an, dass Sanes Verhalten nicht folgenlos bleiben wird: „Es geht nicht, dass wir uns selber schaden. Da bin ich sauer. Wir lassen das sacken, bewerten es in Ruhe“, so Stendel, dessen Abwehrchef sich wohl auf eine empfindliche Geldstrafe einstellen muss.

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