Home > News > Vereinsnachrichten > FC St. Pauli entlässt Roland Vrabec – Thomas Meggle wohl neuer Trainer

FC St. Pauli entlässt Roland Vrabec – Thomas Meggle wohl neuer Trainer

Einen Tag, nachdem Falko Götz beim FC Erzgebirge Aue seine Papiere bekam, ist die zweite Trainerentlassung in der 2. Bundesliga 2014/15 perfekt. Nach knapp zehn Monaten im Amt muss Roland Vrabec beim Kiez-Klub schon wieder seinen Hut nehmen.

Der 40 Jahre alte Fußball-Lehrer, der nach anfänglichen Erfolgen im Herbst des vergangenen Jahres schon am Ende der letzten Saison in die Kritik geriet, konnte seine Chance letztlich nicht nutzen. St. Pauli startete zum erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter zählend mit nur vier Punkten aus den ersten vier Spielen, wobei der einzige Sieg gegen den SV Sandhausen (2:1) auch noch überaus glücklich zustande gekommen ist. Den Ausschlag zur Trennung dürfte bei den Verantwortlichen nun der desolate Auftritt am Montag bei der 0:3-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth gegeben haben.

Schon am heutigen Mittwochvormittag findet das erste Training nach der Fürth-Pleite ohne Vrabec statt. Stattdessen leitet mit Thomas Meggle der bisherige Coach der U23, der schon im Herbst 2012 kurzzeitig als Interimstrainer eingesprungen war, die Übungseinheit. Die offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, doch Meggle wird wohl auch dauerhaft zum Cheftrainer ernannt. Der 39-Jährige, der seinen Vertrag erst kürzlich bis 2017 verlängert und im Sommer unter anderem Dynamo Dresden eine Absage erteilt hat, besitzt seit letztem Jahr die Fußball-Lehrer-Lizenz und gilt schon seit längerem als designierter Cheftrainer am Millerntor.

Ebenfalls als Kandidat gehandelt wurde der arbeitslose Mike Büskens, mit dem St. Paulis Sportdirektor Rachid Azzouzi schon in Fürth erfolgreich zusammengearbeitet hatte. Weil Azzouzi nach der zumindest bislang nicht gelungenen Transferpolitik der letzten beiden Jahre aber selbst nicht mehr unumstritten ist, dürften die übrigen Verantwortlichen klar für Meggle votiert haben. Damit wird zumindest ausgeschlossen, dass Azzouzi noch mehr in die Schusslinie rückt, sollte es auch künftig nicht rund laufen.

Über Vjeko