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Ewald Lienen muss unters Messer – Lage beim FC St. Pauli immer bedrohlicher

Es lief die 58. Minute in der Heidenheimer Voith-Arena, als Ewald Lienen an der Außenlinie einen Ball stoppen wollte, dabei aber ausrutschte und aufs Handgelenk fiel. Nach sofortiger Behandlung musste der 61 Jahre alte Fußball-Lehrer kurze Zeit später mitansehen, wie sein FC St. Pauli beim 1. FC Heidenheim mit 0:1 in Rückstand geriet und acht Minuten vor dem Ende per Elfmeter das vorentscheidende 0:2 kassierte.

Dass Christopher Nöthe mit der letzten Aktion des Spiels noch der Anschlusstreffer gelang, war ein schwacher Trost für die Braun-Weißen, die immer mehr in die Bredouille geraten. Zwar ist der Rückstand ans rettende Ufer bislang nur geringfügig von einem auf zwei Punkte gewachsen, doch noch kann Erzgebirge Aue mit einem Sieg im heutigen Montagsspiel bei Eintracht Braunschweig das Wochenende für St. Pauli zu einem schwarzen machen.

Nicht nur, dass St. Pauli nun wieder Träger der roten Laterne ist, sondern vor allem auch das Restprogramm bereitet Fans und Verantwortlichen rund ums Millerntor große Sorgen. Zunächst kommt nächste Woche mit RB Leipzig eines der formstärksten Teams nach Hamburg und dann geht die Reise zum 1. FC Kaiserslautern, der ebenso wie der SV Darmstadt 98 als Gastgeber im letzten Auswärtsspiel der Kiez-Kicker nichts zu verschenken hat. Lediglich das Heimspiel am vorletzten Spieltag gegen den VfL Bochum erscheint lösbar, wobei der Revierklub auswärts stärker ist als zu Hause.

Zurück zu Ewald Lienen: wie sich bei eingehenden Untersuchungen herausstellte, erlitt der Coach einen Bruch der Speiche am rechten Arm, der eine umgehende Operation erforderlich macht. Bereits am morgigen Dienstag muss Lienen unters Messer, dürfte aber dann schon am Sonntag wieder auf dem Trainingsplatz stehen und die Vorbereitung auf Leipzig leiten.

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