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Erzgebirge Aue plant zweigleisig – Gespräche starten erst nächste Woche

Acht Spieltage vor dem Ende der Saison belegt Erzgebirge Aue Rang 17. Den Veilchen droht damit der Sturz in die Drittklassigkeit, wenngleich der Relegationsplatz nur sieben Tore entfernt ist und auch die vier Zähler Distanz zum rettenden Ufer (noch) nicht unüberwindbar erscheinen.

Die Verantwortlichen um Präsident Helge Leonhardt wissen natürlich um den Ernst der Lage, kommen aber dennoch nicht umhin, auch schon für die neue Saison zu planen. „Wir sind nicht blauäugig, wissen, dass wir zweigleisig planen müssen“, so Leonhardt gegenüber „Mopo24“. Bevor die konkreten Gespräche mit den aktuellen Spielern beginnen, will man in Aue aber noch das richtungsweisende Spiel am Sonntag beim TSV 1860 München abwarten. Setzt es bei den auf Rang 15 stehenden Löwen eine Niederlage, müsste man wohl den direkten Klassenerhalt mehr oder weniger abhaken und sich auf den Relegationsplatz fokussieren.

Unabhängig vom Ausgang der Partie in der Allianz Arena werden die Gespräche kommende Woche mit einigen der elf Profis mit auslaufenden Verträgen sowie den neun Akteuren, deren Arbeitspapiere nur für die zweite Liga Gültigkeit besitzen, beginnen. Beim Großteil der zahlreichen Leihspieler dürfte Aue dagegen noch etwas abwarten und vermutlich zuerst mit den Stammvereinen die Möglichkeiten eines Transfers abklopfen.

Wie die Gespräche angegangen werden, steht allerdings schon fest, wie Leonhardt nach längeren Unterredungen mit dem auch für die 3. Liga gebundenen Trainer Tomislav Stipic verriet: „Ich will jetzt und hier keine Namen nennen. Wir haben alles besprochen und werden das mit den Spielern erörtern, dabei sehr strukturiert vorgehen.“

Man darf gespannt sein, welche Akteure trotz der ungewissen Klassenzugehörigkeit vorbehaltlos ihre Zusage für mindestens ein weiteres Jahr in Aue geben. Die Möglichkeit, dass sich Profis in Anbetracht der ungewissen Zukunft anderweitig orientieren, nimmt Leonhardt derweil zähneknirschend in Kauf: „Das hoffen wir natürlich nicht, aber ausschließen können wir es auch nicht.“

 

 

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