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Erzgebirge Aue lässt Jakub Sylvestr ziehen – Kader soll verjüngt werden

Mit neun Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 hat Erzgebirge Aue in Sachen Klassenerhalt fünf Spieltage vor dem Ende der Saison beste Karten. Womöglich sind gar keine weiteren Punkte mehr nötug, um in der Liga zu bleiben, doch mit einem weiteren Sieg dürfte das Thema Abstieg für die Veilchen in jedem Fall erledigt sein.

Je früher Klarheit herrscht, umso besser wäre dies für die Planung der kommenden Saison, in der Aue möglicherweise ohne Torjäger Jakub Sylvestr auskommen muss. Der 25 Jahre alte Slowake hat sich mit bereits 14 Saisontoren in die Notizblöcke diverser anderer Vereine geschossen und kann Aue dank einer Ausstiegsklausel im Sommer verlassen. Diese Klausel soll an die Trefferquote des Angreifers gekoppelt sein, weshalb Aue eine Rekordeinnahme in Höhe von 1,7 Millionen Euro winkt.

Sollte ein entsprechendes Angebot eingehen, würde Trainer Falko Götz seinem besten Angreifer jedenfalls keine Steine in den Weg lege, wie er im „Kicker“ durchblicken ließ: „Es wäre bedauerlich, sollte er uns im Sommer verlassen, aber unser Konzept beruht auch darauf, junge Spieler zu entwickeln und gewinnbringend zu verkaufen. Bei einem akzeptablen Angebot würden wir ihm keine Steine in den Weg legen.“

Eine mögliche Millionen-Einnahme für Sylvestr könnte Aue indes auch gut für den Umbau des eigenen Kaders brauchen, der mit einem Durchschnitt von 27,1 Jahre der älteste in Liga zwei ist. Neben jungen Spielern, die verpflichtet werden sollen, ist auch nicht ausgeschlossen, dass der eine oder andere routinierte Profi keinen neuen Vertrag mehr erhält. Aktuell laufen etwa die Arbeitspapiere von Michael Fink (32), Thomas Paulus (32), Kevin Schlitte (32) und Oliver Schröder (33), wobei gerade bei den Stammkräften Fink und Paulus eine Trennung unwahrscheinlich ist. Traditionell werden in Aue konkrete Vertragsgespräche aber erst dann geführt, wenn der Klassenerhalt unter Dach und Fach ist. Also aus Sicht der Veilchen hoffentlich bald.

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