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Ernüchterung bei den Münchner Löwen – Aufstieg noch realistisch?

Groß waren die Erwartungen an den TSV 1860 München, der im Winter mit dem japanischen Nationalstürmer Yuya Osako, dem international erfahrenen Markus Steinhöfer und dem talentierten Andres Ludwig gleich drei neue Spieler für das offiziell ausgegebene Ziel Aufstieg verpflichtet hat. Nach den ersten 180 Minuten ist von der vor allem nach dem Osako-Transfer aufgekommenen Euphorie rund um die Grünwalder Straße kaum mehr etwas zu spüren.

Zwar brachte Osako die Löwen gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:0 in Führung, doch weil die Fortuna noch zum Ausgleich kam, blieb den enttäuschten Sechzigern nur ein Zähler. Und beim gestrigen 0:2 im Derby beim FC Ingolstadt, der allerersten Pleite im zehnten Duell mit den Schanzern überhaupt, präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel nicht wirklich wie eine Mannschaft, die nach zehn Jahren in der zweiten Liga unbedingt ins Oberhaus zurück möchte.

Der erfahrene Funkel machte denn auch im Anschluss an die erste Niederlage im neuen Jahr keinen Hehl aus seiner Enttäuschung vor allem über die Anfangsphase, als die Löwen gegen aggressive Gastgeber kein Land sahen: !Heute haben wir das Spiel in den ersten 30 Minuten verloren. Wir sind überhaupt nicht in die Partie gekommen, gewannen zu wenig Zweikämpfe, standen zu weit vom Gegner weg und waren einfach zu passiv.“

Weil die Konkurrenz im Kampf um die ersten drei Plätze allerdings auch nicht wirklich mit Schwung aus der Winterpause gekommen ist, lebt der Traum vom Aufstieg bei nur fünf Punkten Rückstand auf den dritten Platz weiter. Und auch wenn der 1. FC Kaiserslautern am Montag bei Erzgebirge Aue gewinnen und den Rückstand auf sieben Zähler vergrößern würde, wäre noch nichts verloren. Ausrutscher wie in Ingolstadt darf sich die Funkel-Elf aber nicht mehr erlauben.

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