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Energie Cottbus: Es wird immer enger – Harte Kritik von Ulrich Lepsch

Nach drei Siegen aus den ersten vier Spielen unter dem neuen Trainer Jörg Böhme ist der FC Energie Cottbus nun wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Auf die Niederlagen gegen den TSV 1860 München und beim 1. FC Union Berlin folgte am Freitagabend ein 0:0 gegen Dynamo Dresden, das gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu wenig war, beträgt der Rückstand der Lausitzer auf den Relegationsplatz damit doch weiterhin vier Punkte und könnte sogar noch größer werden, sollte Arminia Bielefeld heute beim 1. FC Köln gewinnen.

An den direkten Klassenerhalt dürfte man in Cottbus spätestens seit gestern keinen ernsthaften Gedanken mehr verschwenden. Vielmehr gab es von Seiten von Präsident Ulrich Lepsch heftige Kritik am Auftreten der Mannschaft: „Ich bin total enttäuscht wie wir spielen, eine Katastrophe. Das war Not gegen Elend, wir hatten mehr Elend. Wir haben eine große Chance vergeben.“

Nicht einverstanden war Lepsch vor allem damit, dass einigen Akteuren der unbedingte Wille zum Sieg und der letzte Tick Entschlossenheit abgingen: „Das ist ein Derby, da musst du einfach alles raushauen. Aber das war nicht das, was man im Vorfeld erwartet hat. So richtig Abstiegskampf können wird nicht.“

Und auch für Coach Böhme, der seinen Zauber aus den ersten Spielen schon wieder verloren zu haben scheint, hatte Lepsch zumindest zwischen den Zeilen kritische Worte übrig: „Wir bringen uns manchmal selber in Not durch unnötige Dinge wie Umstellungen. Ich weiß nicht, was mit Marco Stiepermann war“, zielte der Energie-Präsident vor allem auf die Auswechslung des in den letzten Wochen herausragenden Mittelfeldspielers bereits nach 37 Minuten. Die Gründe dafür wollte Böhme nach dem Spiel der Öffentlichkeit nicht verraten.

Klar ist, dass Cottbus nun in den nächsten Spielen beim VfL Bochum und gegen den FC St. Pauli punkten muss, um im Schlussspurt überhaupt noch eine Chance zu haben, wenigstens die Relegation erreichen zu können.

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