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1. FC Kaiserslautern stellt sich neu auf – Ära Stefan Kuntz beendet

Nach fünf Niederlagen in Serie hat der 1. FC Kaiserslautern seinen beängstigenden Abwärtstrend der letzten Wochen am Sonntag mit einem 2:0-Sieg gegen den SV Sandhausen gestoppt. Weil von den Kellerkindern keines punkten konnte, hat der FCK mit diesem Dreier seinen Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf neun Zähler ausgebaut, die zwar rechnerisch noch nicht sicher für den Klassenerhalt reichen, doch anbrennen dürfte im Normalfall auch nichts mehr.

Vielmehr haben die Roten Teufel nun im Vergleich zu vielen anderen Klubs mehr oder weniger Planungssicherheit die neue Saison betreffend. Und man scheint in der Pfalz gewillt, diesen Vorsprung zu nutzen. Denn am heutigen Montag gab der FCK einschneidende Veränderungen bekannt. Wie zuvor schon medial durchgesickert war, scheidet der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz nicht erst am Ende der Saison, sondern mit sofortiger Wirkung aus dem Amt. Kuntz hatte den Verein 2008 in größter Not übernommen und auch dank einer „Herzblut“-Kampagne auf den letzten Drücker noch den Sturz in die Drittklassigkeit abgewendet. In den vergangenen Jahren seit dem Bundesliga-Abstieg 2012 hatte aber auch Kuntz seinen Anteil daran, dass beim FCK keine wirklich positive Entwicklung mehr zu erkennen war.

Die Trennung von Kuntz wurde möglich durch die Anstellung von Thomas Grieß als Vorstand für Marketing und Vertrieb, wodurch der Verein zusammen mit dem seit 1. April im Amt befindlichen Finanzvorstand Michael Klatt auch ohne Vorstandsvorsitzenden wieder handlungsfähig ist. Die Aufgaben von Kuntz im sportlichen Bereich übernimmt derweil kommissarisch der bisherige Aufsichtsrat Mathias Abel, der auch federführend mit der Suche nach einem neuen starken Mann beauftragt ist. Abel und der neue Sportvorstand dürfte dann zeitah auch über die Zukunft von Trainer Konrad Fünfstück entscheiden, der nicht wirklich sicher im Sattel sitzt.

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